Politik: Assetmanager künftig unter BaFin-Aufsicht

01.08.2019

Immobilien-Assetmanager, die die Verwaltung ihrer Fonds an eine Service-KVG auslagern, sind bislang nicht direkt mit der Bundesfinanzaufsicht (BaFin) in Berührung gekommen. Das wird sich künftig ändern. Die Bundesregierung hat kürzlich ein Eckpunktepapier zur Unterstellung der Finanzanlagenvermittler unter staatliche Aufsicht veröffentlicht. Festgelegt worden war dieses Vorhaben im Koalitionsvertrag. Bisher wurden Finanzanlagenvermittler und Honorar-Finanzanlagenberater von Gewerbeämtern oder Industrie- und Handelskammern kontrolliert. Die daraus nach Ansicht der Bundesregierung resultierende organisatorische und fachliche Zersplitterung soll mit den geplanten Änderungen beendet und eine einheitliche, „qualitativ hochwertige Finanzaufsicht“ erreicht werden, heißt es in dem Papier. Betroffen sind die Immobilien-Assetmanager von den neuen Regeln, da sie ihre Fonds in der Regel selbst vermarkten, also Anteilsscheine verkaufen.

Was bedeuten die neuen Regeln, die ab dem 1. Januar 2021 gelten sollen, für die Assetmanager von Immobilienfonds? Zunächst einmal kommen erhebliche Mehrkosten auf sie zu. „Die Implementierung der notwendigen Strukturen und der Aufbau des dafür erforderlichen Personals bei der BaFin wird sehr hohe Kosten verursachen“, schreibt Alexander Lehnen von der Kanzlei ARNECKE SIBETH DABELSTEIN. Getragen werden sollen diese Kosten durch die Beaufsichtigten selbst, also durch die Assetmanager. Andere Experten erwarten durch die Zusatzkosten eine weitere Marktbereinigung. „Viele ältere Finanzmakler werden sich überlegen, ob sie den Aufwand und die Kosten der Umstellung noch auf sich nehmen wollen“, meint etwa Frank Ulbricht, Vorstand des Maklerpools BCA. Lehnen gewinnt den geplanten Änderungen aber auch Positives ab: „Falls die Überprüfung der sogenannten alternativen Sachkundenachweise nach § 4/5 FinVermV künftig bei der BaFin stattfindet, könnte dies vorteilhaft sein“, so Lehnen. Denn die Anerkennung dieser Nachweise sei in der Praxis mit vielen IHKs schwierig.

 

Quelle:

Pressemitteilung vom 30.07.2019

Online-Publikation: www.fundresearch.de vom 30.07.2019

THOMAS DAILY vom 30.07.2019

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