Kommission prüft Kauf von Chantiers de l’Atlantique durch Fincantieri

15.01.2019

In der vergangenen Woche hat die Europäische Kommission bekanntgegeben, dass sie die Übernahme der französischen Werft Chantiers durch den italienischen Wettbewerber Fincantieri auf Grundlage der EU-Fusionskontrollverordnung prüft. Ursprünglich waren Anmeldungen bei der französischen Wettbewerbsbehörde und beim deutschen Bundeskartellamt erfolgt. Diese haben den Fall nach Brüssel verwiesen.

Die Kommission ist der vorläufigen Auffassung, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb im Schiffbau, insbesondere auf dem Weltmarkt für Kreuzfahrtschiffe, erheblich beeinträchtigen könnte. Daher wird sie das Zusammenschlussvorhaben in vollem Umfang prüfen. Weitere Informationen zu dem beabsichtigten Kauf finden sich in der Pressemitteilung der Kommission.

Ziel der EU-Zusammenschlusskontrolle ist die Verhinderung der Entstehung einer marktbeherrschenden Stellung durch Zusammenschlussvorhaben. Wettbewerber, Kunden, Zulieferer und Kooperationspartner der beteiligten Unternehmen werden aller Voraussicht nach in den kommenden Wochen die Gelegenheit erhalten, sich der Kommission gegenüber zu den Auswirkungen des Vorhabens zu äußern. Interessierten stehen wir selbstverständlich gerne zur Seite.

Das Kartellrechtsteam von ARNECKE SIBETH DABELSTEIN berät regelmäßig Unternehmen aus dem Bereich der maritimen Wirtschaft zu kartellrechtlichen Fragestellungen und unterstützt diese im Zusammenhang mit Verfahren der Wettbewerbsbehörden und bei aktuellen Gesetzgebungsvorhaben.

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