Im vergangenen Jahr haben wir uns mit verschiedenen Themen im Bereich Distressed Real Estate Assets beschäftigt und u.a. die verschiedenen Instrumente der Insolvenzordnung sowie Handlungsvorschläge für verschiedene Konstellationen dargestellt. Dieses Jahr wollen wir uns zunächst einem immer wichtiger werdenden Thema widmen; und zwar Joint Venture-Konstellationen in der Krise.

Joint Ventures, vor allem im Immobilienbereich erleben in wirtschaftlichen Krisenzeiten häufig eine Renaissance, da sie die Sanierung eines (Immobilien-)Projektes ermöglichen. Dabei kann der bisherige Entwickler (sofort) ausgetauscht oder (erst einmal) an Bord gehalten werden. Zudem kann die (Weiter-)Finanzierung eines Projektes interessengerecht ermöglicht und dabei die Risiken, Chancen und Erlöse adäquat verteilt werden. Auch geben Joint Ventures bestimmten Investoren die Möglichkeit, allein oder mit weiteren Partnern gerade in der jetzigen Marktsituation in interessante Projekte einzusteigen, wo herkömmliche Finanzierungsweisen nicht weiterhelfen.

Deshalb wollen wir in der folgenden Beitragsreihe typische Elemente und Konstellationen sowie Fragestellungen aufgreifen, beleuchten und hierbei wie immer Erfahrungen aus unserer umfangreichen Beratungspraxis teilen. Dabei gehen wir grundsätzlich von einem klassischen Immobilienprojekt aus, also dem Vorliegen eines SPV, das Eigentümer eines oder mehrerer Grundstücke ist, das bzw. die zu entwickeln ist/sind, hierfür mit einer Senior- und Junior-Finanzierung ausgestattet ist, das Projekt jedoch irgendwo stecken geblieben ist. Was sind also Möglichkeiten der bisherigen Steakholder und/oder Dritter, das Immobilienprojekt fertigzustellen und zu verwerten, also zu retten?

Wir freuen uns sehr auf diese Beitragsreihe und auf Ihre Rückmeldungen!

Dr. Wolfgang Scholl Anik Müller Laura Engeleit, LL.M. Mark Riebau Dr. Sebastian Jungermann Franz Kleinschmidt Katharina von Hermanni

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